Adventsfeier der Messdiener

 

18 Messdienerinnen und Messdiener aus Werdohl und vier Gäste aus Neuenrade trafen sich am vergangen Freitag, 15.12.2017, zur alljährlichen Adventsfeier, um sich gemeinsam auf Weihnachten einzustimmen. 

Mit heißem Kakao und leckeren Plätzchen startete für die Jungen und Mädchen der Nachmittag.

Pater Christoph gestaltete im Anschluss mit den Messdienern Tassen, welche die Kinder für ihre Freunde, Eltern oder sich selbst bemalten.

Während die Tassen im Backofen gebrannt wurden, fanden weihnachtliche Gruppenspiele statt.

Groß und Klein hatten viel Spaß und freuen sich jetzt schon auf die Weihnachtsfeiertage und viel tolle Aktionen im nächsten Jahr. 

Ein großes Dankeschön auch an die Caritas, welche die Messdienerarbeit mit einer großzügigen Spende unterstützten.

Sternsingeraufruf 2018

Liebe Sternsingerinnen und Sternsinger,

stellvertretend für das gesamte Organisationsteam unserer Gemeinde möchte ich Euch auf die Sternsingeraktion 2018 aufmerksam machen und Euch zur erneuten Teilnahme ermutigen.

sternsinger2018Die Sternsingeraktion 2018 steht ganz im Zeichen des Kampfes gegen Kinderarbeit. Unter dem Motto: „Segen bringen, Segen sein – Gemeinsam gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit“ wird sich unsere Gemeinde am Samstag, den 06.01.2018 an der Aktion beteiligen. Damit sie auch im kommenden Jahr ein voller Erfolg wird, brauchen wir Euch! Denn durch Eure Mithilfe tragt Ihr dazu bei, dass es nicht nur Kinder wie Sangam ein bisschen besser geht. Aber wer ist eigentlich Sangam?

Sangam ist das Mädchen auf dem diesjährigen Sternsingerplakat. Sie ist zehn Jahre alt und lebt mit ihren Eltern und ihren drei Geschwistern im Nordosten Indiens.

Indien ist neben China das bevölkerungsreichste Land der Erde. 2016 lebten dort knapp 1,3 Milliarden Menschen. Zum Vergleich: In Deutschland leben ca. 82 Millionen Menschen.

Auch wenn Indien zur den aufstrebenden Wirtschaftsnationen dieser Erde zählt, so profitieren doch nur wenige von diesem Aufstieg. Jeder vierte lebt unterhalb der Armutsgrenze und muss mit ca. 1 Euro am Tag auskommen. Viele Kinder müssen von klein auf arbeiten, um zum Familienunterhalt beizutragen. Auch Sangam gehört dazu. Zusammen mit ihrer besten Freundin Raki und anderen Mädchen verbringt sie zehn Stunden am, sieben Tage die Woche hinter einem Teppichknüpfstuhl. Von einem geordneten Leben oder gar der Möglichkeit, eine Schule zu besuchen, kann sie bisher leider nur träumen.

Damit es Sangam und ihren Freunden nach und nach etwas besser geht, arbeiten die Sternsinger mit lokalen Partnern zusammen. Fieberhaft wird an der Verwirklichung von Sangsam größtem Traum gearbeitet: Endlich lernen, endlich in die Schule gehen.

Um die lokalen Projektpartner auch weiterhin unterstützen zu können, ist das Kindermissionswerk auf Spenden angewiesen. Helft also bitte mit, damit Sangam und ihre Freunde bald zur Schule gehen können. Unterstützt uns erneut bei der Durchführung der Sternsingeraktion 2018.

Motiviert daher Eure Freunde, Eure Eltern und Verwandten und werdet erneut Teil dieser großartigen Aktion. Schließt Euch zu Gruppen von bis zu 4 Personen zusammen und kommt zu unserem Vorbereitungstreffen am Samstag, den 02.12.2017 um 16 Uhr ins Philipp-Neri Haus.

Neben dem von Will Weitzel gestalteten Film, in dem ihr mehr über das Leben in Indien erfahren könnt, werden wir auch bereits die Straßenzüge vergeben. Dabeisein lohnt sich also.

Bitte beachtet: Eine vorherige Reservierung von Straßen ist nicht mehr möglich. Solltet Ihr am Samstag verhindert sein, dann könnt ihr Euch vorab per E-Mail um einen Straßenzug bewerben. Bei mehreren Bewerbern entscheidet das Los.

Ich hoffe, ich habe Euch mit diesen Worten erneut ein bisschen für die Sternsingeraktion begeistern können und ich würde mich freuen, wenn ich viele von Euch bei der Sternsingeraktion 2018 sehen würde.

 

Bis dahin viele liebe Grüße aus Münster

Euer Steven

(Organisationsteam Sternsingeraktion St. Mariä Heimsuchung Neuenrade)

Votum Pfarrei-Entwicklungs-Prozess

PFARREI ST. MICHAEL WERDOHL-NEUENRADE

  1. Die Ausgangslage: St. Michael Werdohl – Neuenrade 2017

Die Pfarrei St. Michael Werdohl-Neuenrade wurde am 1. Oktober 2006 gegründet und besteht aus den Gemeinden St. Michael in Werdohl mit der Filialkirche St. Petrus Canisius (4002 Katholiken), sowie der Gemeinde St. Mariä Heimsuchung in Neuenrade (2.260 Katholiken – Stand vom 28.02.2017). Beide Gemeinden sind in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, nach über 300 Jahren Abwesenheit der Katholiken in diesen Städten, neu entstanden; bis heute sind die katholischen Christen in der Minderheit:

Werdohl:

Gesamteinwohnerzahl                                         18.614           100,00%

Anteil katholischer Christen                                  3.929               21,1%                   Anteil evangelischer Christen                               5.709               30,7%

Anteil sonstiger Einwohner                                   8.976               48,2%

Neuenrade, Stadtzentrum (Pfarrgebiet*):

Gesamteinwohnerzahl                                    8.914           100,00 %

Anteil katholischer Christen                               2.234             25,00 %   

Anteil evangelischer Christen                            3.169             35,25 %

Anteil sonstiger Einwohner                                3.511             39,75 %

*Durch das Stadtgebiet Neuenrades verläuft die Grenze zum Erzbistum Paderborn.

In den Ortsteilen, die zum Bistum Paderborn gehören, ist der Anteil der katholischen Bevölkerung deutlich höher. Hier stellen sich die Zahlen wie folgt dar:

Ortsteile (Bistum Paderborn):

 

Gesamteinwohnerzahl                                    3.376      

Anteil katholischer Christen                               1.878             55,63 %  

Anteil evangelischer Christen                                835             24,73 %

Anteil sonstiger Einwohner                                   663             19,64 %

1.1: Eine Pfarrei für zwei Städte

Die Pfarrei St. Michael Werdohl-Neuenrade unterscheidet sich von den meisten Gemeinden des Ruhrbistums durch die ländliche Prägung der beiden Städte und die große Entfernung zum Bistumskern. Werdohl und Neuenrade sind kleine, kreisangehörige Städte mit jeweils weniger als 20.000 Einwohnern.

Werdohl ist eine geschichtlich von der Stahlindustrie geprägte Stadt mit einem hohen Anteil ausländischer, vor allem muslimischer Mitbürgerlnnen.

Die Stadt Neuenrade ist eine Stadt, in der sich viele klein- und mittelständische Unternehmen befinden. Auch hier verzeichnen wir einen steigenden Anteil an muslimischen Mitbürgerlnnen.

Auch in unserer Pfarrei bemerken wir den Trend, dass viele Jugendliche zum Studium oder zur Ausbildung in die Großstädte ziehen, in denen sie dann häufig auch ihre berufliche Zukunft gestalten. Dies hat einen deutlichen Einfluss auf die Altersstruktur der Pfarrei.

1.2: Kirchliche Entwicklungen

Die Pfarrei St. Michael Werdohl-Neuenrade ist eine Gemeinschaft der katholischen Christen, die glauben, dass die Frohe Botschaft Jesu allen Menschen aller Generationen gilt. Daher sehen wir uns GESENDET, das Evangelium Christi für uns immer neu zu verinnerlichen und zu leben, sowie auch nach Formen zu suchen, durch die es den heutigen Menschen BERÜHRT. Wir stellen fest, dass wir nicht mehr all das verwirklichen können, was früher möglich war. Auch die gesellschaftliche Situation in unseren Städten übt einen markanten Einfluss auf unseren Glauben aus. Als Faktoren, die unser katholisches Leben mitbestimmen, erkennen wir:

-         Wenig Nachwuchs in den Familien, beruflich bedingter Wegzug der Jugendlichen in die Großstädte und Kirchenaustritte verursachen das Schrumpfen der Gesamtzahl der Katholiken in der Pfarrei: in 25 Jahren insgesamt um 30%, in den letzten 10 Jahren um 20%.

-         Das Altern der Gesellschaft spiegelt sich in der Pfarrei wider.

-         Die geringe religiöse Erziehung zu Hause wirkt sich auf die Kommunion- und Firmvorbereitung sowie die Einbindung der Kinder und Jugendlichen nach dem Empfang dieser Sakramente in das Gemeindeleben aus.

Sinkende religiöse Bindung der Christen lässt die christliche Prägung der Gesellschaft schwinden.

Die Bedeutung und das Verständnis des christlichen Glaubens nehmen in der Gesellschaft allmählich ab und schwinden auch bei uns vor Ort, wo aktuell der Kirchenbesuch unter 10% liegt. Gott, Kirche und Glaube haben wie vielerorts immer weniger mit dem Alltag der Christen zu tun. Diese fortschreitende Glaubenskrise und deren Folgen erkennen wir als das Hauptproblem und die wichtigste Herausforderung in unserer Pfarrei.

  1. Der Pfarrentwicklungsprozess in St. Michael

Aufgrund der rückgängigen Kirchenbesucherzahlen und des Priestermangels wurden 2006 im Ruhrbistum die Pfarreien zu größeren Seelsorgeeinheiten zusammengelegt. Wenige Jahre später ist im Bistum ein Dialogprozess eingeleitet worden, in dem Geistliche und Laien gemeinsam über die aktuelle und künftige Situation der katholischen Christen in der Region diskutierten. Im Anschluss an diese Debatte wurde die zweite Etappe der Strukturreform im Bistum begonnen. Hier wurde der Schwerpunkt auf die Entwicklung der Pfarreien gelegt. Die Katholiken vor Ort sollten überlegen, wie eine katholische Pfarrei in der modernen Gesellschaft glaubwürdig und ansprechend leben kann. Dazu hat das Bistum Essen in einem Pfarreientwicklungsprozess (PEP) die Pfarreien aufgefordert, die Situation vor Ort zu beurteilen und praktische Schlüsse zu ziehen. Die Ergebnisse werden dem Bischof mit der Bitte um Prüfung und Genehmigung vorgelegt.

Alle Pfarreimitglieder waren eingeladen, ihre Meinung zu äußern und die Zukunft der katholischen Kirche vor Ort aktiv mitzugestalten. Viele haben sich auf diesen Weg eingelassen und nahmen aktiv an drei Arbeitsgruppen (,,Menschen“, ,,Vernetzung“, ,,Finanzen“), an zwei Tagungen in der Katholischen Akademie Schwerte sowie an vier Pfarrversammlungen teil. An der Fragebogenaktion beteiligten sich auch Gläubige anderer Konfessionen und Bewohner anderer Städte. Alle Stimmen wurden gehört, ernst genommen und sind in das Pastoralkonzept eingeflossen, sei es direkt oder als eine richtungsweisende Inspiration für die Gespräche in den Arbeitsgruppen. Das Ergebnis des Prozesses zeigt deutlich, dass die Menschen eine moderne Seelsorge erwarten, die aber dennoch viele traditionelle Elemente enthält. Hierbei ist auf den Umgang mit den menschlichen Ressourcen, die in der Pfarrei zur Verfügung stehen, zu achten. Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen und der Umfrage sind bereits praxisnah ausformuliert und teilweise umgesetzt worden.

Nach der Diskussion in einer Pfarrversammlung wurde das Pastoralkonzept vom Pfarrgemeinderat verabschiedet. Es ist das Ergebnis eines langen und schwierigen Weges und stellt nicht das Ende, sondern erst den Beginn des Pfarrentwicklungsprozesses dar.

  1. Pastorale Entscheidungen

Wir wollen in unserer Pfarrei eine lebendige Gemeinschaft der katholischen Christen schaffen, die Zeugnis gibt und einlädt, teilzunehmen und mitzuwirken. Daher wollen wir uns auf unseren konkreten Auftrag als Pfarrei konzentrieren. Wir wollen nicht um jeden Preis Gewohntes bewahren und auch nicht um jeden Preis Neues suchen.

Unsere wesentlichen Aufgaben sehen wir:

-         in der Verkündigung der Person Jesu Christi

-         in der Feier der Begegnung mit ihm (Liturgie)

-         in dem Dienst an den Menschen nach Christi Vorbild (Caritas)

Verkündigung, Liturgie und Caritas sind untrennbar miteinander verbunden, stärken sich gegenseitig und sind nur in einer lebendigen Gemeinschaft erfahrbar. Diesen Auftrag wollen wir in wenigen, dafür aber realen Schritten, festhalten und umsetzen. Hierbei ist auf den verantwortungsvollen Umgang mit den geringer werdenden Ressourcen zu achten.

3.1: Verkündigung

Unser Ziel ist, die Menschen durch Wort und Zeugnis dahin zu führen, dass sie mit der Person Christi in Kontakt treten, seine Botschaft kennenlernen und so zu seinen Nachfolgern im Alltag werden.

Der Pfarrgemeinderat (PGR) will die Willkommenskultur neu gestalten (z.B. Begrüßung der neu zugezogenen und neugetauften Gemeindemitglieder, Nachfeier für die im Vorjahr Getauften).

Der PGR will die Öffentlichkeitsarbeit stärken, Pfarrblatt und Internetauftritt zeitgemäß gestalten sowie die Zusammenarbeit mit den Lokalmedien optimieren.

Der PGR will in Zusammenarbeit mit den Seelsorgern und ehrenamtlichen KatechetInnen die Form der Vorbereitung auf die Sakramente neu überdenken, weil die Auswertung der Fragebogenaktion gezeigt hat, dass die Sakramente auch kirchenfernen Gläubigen wichtig sind.

Der PGR will nach neuen Formen der Glaubensverkündigung in kleinen Gruppen suchen, besonders um die Menschen zu erreichen, die keinen Kontakt mehr mit der Kirche haben.

Wir sehen in der Jugendarbeit eine zentrale Aufgabe unserer Glaubensverkündigung.

Deshalb werden wir die bestehenden Jugendgruppen in ihrer Arbeit begleiten und unterstützen. Ferner ist es unser Ziel, spirituelle Angebote für die Jugend von den Jugendlichen selbst gestalten zu lassen.

Dazu wurde bereits ein runder Tisch der Jugendbeauftragten gebildet, bei dem Vertreter aller Jugendgruppen der Pfarrei gemeinsam beraten und die Jugendarbeit koordinieren. Für die Vorbereitung und Durchführung der Jugendgottesdienste haben sich bereits Jugendliche gefunden, die für die inhaltliche, musikalische und technische Gestaltung verantwortlich sind.

3.2: Liturgie

Unser Ziel ist eine würdige und ansprechende Feier unseres Glaubens in der Begegnung mit Gott und miteinander. Das erfordert die (Fort-)Bildung der ehrenamtlichen Helferlnnen für die liturgischen Dienste sowie die Förderung einer lebendigen Teilnahme aller Gottesdienstbesucher.

Die Eucharistie ist Quelle und Höhepunkt des christlichen Lebens. Wir stellen die Feier der heiligen Messe in die Mitte des Lebens unserer Pfarrei. Wir wollen auch in Zukunft die Gläubigen zur Teilnahme an den Gottesdiensten in jeder Gemeinde einladen.

Der PGR entwickelt in enger Zusammenarbeit mit den Seelsorgern Fortbildungsangebote für die Ehrenamtlichen im liturgischen Dienst sowie Wege der Förderung der lebendigen Teilnahme der Gemeinde am Gottesdienst.

3.3: Caritas

Die tätige Liebe ist das Wahrzeichen der Christen und soll ihre ganze Existenz durchdringen und bestimmen. Wir wollen weiterhin daran arbeiten, die Not der Menschen zu erkennen und konkrete Lösungen zu finden.

Dazu gibt es in den Gemeinden unterschiedliche Strukturen.

Wir wollen die bereits bestehenden Angebote wie Gemeindecaritas, Tafel, Kleiderkammer und Flüchtlingshilfe weiter begleiten und stärken sowie die Vernetzung mit anderen Institutionen und den Kommunen forcieren.

 

Kontakt

Pfarramt
St. Michael Werdohl-Neuenrade

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58791 Werdohl

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Fax. 02392 - 80643-19